Dezember 2011 - Fachartikel von Dr. Hans H. Rhyner

Wegbegleitung mit Ayurveda

 


"Die verlorene Tochter" - Wegbegleitung mit Ayurveda


Angelika M. (Name geändert) wuchs in einer Missionarsfamilie in der dritten Welt auf.

Für ihre berufliche Ausbildung kam sie nach Europa.

Danach mochte sie nicht mehr in Südamerika leben und löste sie sich

mit Vehemenz aus den engen, tief religiösen familiären Bindungen.

Als Folge wurde sie von ihrem Vater aus der Familie verstossen und

mit den Konsequenzen ihres gottlosen Handelns bedroht.

 

Kein Wunder, dass Angelika M. kein Selbstwertgefühl entwickeln konnte.

Sie fand den Zugang zu ihrer Körperlichkeit und ihrem Frausein nicht.

Massive Ängste und eine 7 Jahre dauernde schwere Bulimie waren die Folge.

Sie nahm über Jahre Antidepressiva wie und ein stark abhängig machendes

Beruhigungsmittel. Die letzten 2 Jahre wurden erhöhte Proteinwerte im Urin f

estgestellt. Im Dezember letzten Jahres wurde deshalb eine Nierenbiopsie

durchgeführt. Der Befund war für die ehemalige Krankenpflegerin Angelika M.

niederschmetternd.

 

Sie hatte eine fokal segmentale Glomerulosklerose (FSGS), worunter eine

Gruppe von chronischen Erkrankungen der Niere zusammengefasst wird,

die gekennzeichnet ist durch hohe Eiweissverluste und die zur Zerstörung der

Nierenfunktion führen kann. Die Aussicht an die Dialyse zu müssen, schürte

weitere Ängste und dies neben den Existenzängsten, denen sie seit ihrer

nicht sehr erfolgreichen Selbständigkeit ausgesetzt war. Zusätzlich führte

die eingeschränkte Nierenfunktion zu einem erhöhten Blutdruck, wofür sie

nun auch noch Medikamente bekam. Das war nun eindeutig zu viel!

Angelika rutschte in ein Burnout Syndrom.

 

Eine Freundin gab Angelika M. den Rat, mich aufzusuchen.

Die Entscheidung, einen Alternativmediziner zu Rate zu ziehen,

fiel ihr nicht leicht. Nachdem wir ein paar Emails ausgetauscht hatten,

kam sie in meine Praxis. Angelika M. ist 45 Jahre, 170 cm gross und 60 kg schwer.

Ihre körperliche Konstitution ist Pittavata, die psychische Konstitution Sattvarajas,

primär waren Vata, sekundär aber auch Pitta und Kapha erhöht.

 

Es bestand, was wir in der Ayurveda ein Dhatu Kshaya, d.h. stark angegriffene

vitale Gewebestrukturen. Rajas und Tamas waren stark erhöht. Neben den

oben genannten Befunden litt Angelika M. auch unter schweren Schlafstörungen

und Pollenallergie. Die Gangart des Pulses war Pitta (Frosch), die Lokalisation des

Pulses war Pitta (links) und Vatapitta (rechts), die Nieren im Puls schlugen kaum

spürbar an. Wegen dem Betablocker war die Pulsdiagnose nicht eindeutig.

Die Zunge zeigte Vatapitta und starke Anspannungs-Zeichen und

etwas Ama wegen ihrem eingeschränkten Stoffwechsel.

I

ch verschrieb ihr mein Kombipräparat......... und eine Ayurvedakur.

Sie entschloss sich prompt dafür und begann wenig später mit Ihrer Panca Karma

Therapie. Ihre emotionale Verfassung besserte sich drastisch von Tag zu Tag.

Ihre Depression verschwand, sie schlief an einigen Tagen wunderbar, an anderen

etwas unterbrochen. Dann schlichen wir auch das Antidepressiva aus.

Zwei Wochen nach Kurende war sie zum Untersuch beim Nierenspezialisten.

Die Ausscheidung der Proteine im Urin hatte stark abgenommen.

Der Arzt selbst konnte es kaum glauben.

 

Die geplante Kortisonbehandlung wurde zurückgestellt.

Von allen bisherigen schulmedizinischen Mitteln nimmt Angelika M. nur das

Mittel gegen den Bluthochdruck.

 

Anmerkung: wir haben weitere Artikel auf unserer Website veröffentlich 

 Gerne senden wir Ihnen auf Anfrage den kompletten Artikel als PDF oder per Post 

(Spesenübernahme vom Empfänger) zu.

 



Termine 2017

Ayurveda Programm

100% BIO - Shop

100% INDYA - Shop

Therapeuten Shop