Arteriosklerose - mit Ayurveda behandeln - Hans H. Rhyner

 

Arteriosklerose (Arterienverkalkung)

Arterienverkalkung ist im normalen Verlauf ein natürlicher Alterungsprozess. Dabei findet eine Veränderung der Blutgefässe statt. Die Gefäßwände lagern Fett ein, verkalken, verlieren an Elastizität und der Gefäßdurchmesser verengt sich zunehmend. Diese Ablagerungen werden Plaques genannt. Die Folge: Das Blut kann nicht mehr ungehindert fließen.

Folgende Risikofaktoren fördern die Plaquebildung und führen dazu, dass diese früher einsetzt: Rauchen, Zuckerkrankheit, erhöhter Blutdruck, erhöhter Cholesterinspiegel, Übergewicht, Bewegungsmangel, negativer Stress, erhöhte Werte der Aminosäure Homocystein oder des C-reaktiven Proteins (CRP).

Je nachdem, an welchen Gefäßen solche Veränderungen auftreten, können folgende Symptome erscheinen: Im Gehirn führt Arteriosklerose möglicherweise zu Schlaganfällen (Apoplexien). Die Folge davon kann eine halbseitige Lähmung sein. Am Herzen zeigt sich Arterienverkalkung in Form von Herzenge (Angina pectoris), Herzschwäche (Herzinsuffizienz) oder Herzinfarkt. Arterienverkalkung in den Nierengefäßen kann einen hohen Blutdruck und Nierenversagen bewirken. In den Beinen treten in Verbindung mit grösserer Belastung Schmerzen auf, später auch beim Gehen (Claudicatio intermittens bzw. Raucherbein oder Schaufensterkrankheit). Bei Männern führt die Arterienverkalkung in den Beckenarterien unter Umständen zu Impotenz.

 

Ayurveda Therapie:

Die moderne Medizin ist überzeugt, dass Arterienverkalkung nicht geheilt, sondern nur durch Vorbeugung vermieden werden kann. In der Ayurveda Medizin sind wird da anderer Meinung. Prof. Udupa hat in seinen Langzeitstudien an der Benares Hindu University über zwei Jahrzehnte gesicherte klinische Studien durchgeführt, die eindeutig die positive Wirkung bei Arteriosklerose von Extrakten der Rinde von Terminalia arjuna belegen, ein Medikament, das in der Ayurveda seit Tausenden von Jahren bekannt ist. In meiner Praxis habe ich damit sehr großen Erfolg. Die Extrakte von Terminalia arjuna gibt es in verschieden Darreichungsformen, wie zum Beispiel Parthadyarishtam, einem Kräuterwein oder als reines Kräuterkonzentrat (5:1 herb ratio): Die Wirkung der Terminalia arjuna kann eindeutig erhöht werden, wenn täglich Atemübungen (Pranayama = Yoga-Atmung) durchgeführt werden. Eine deutliche Verbesserung der Durchlässigkeit der Gefäße stellt sich nach Langzeiteinnahme von 6 Monaten bis zu einem Jahr ein. Die Symptome von Angina pectoris und andere nehmen hingegen schon nach ein paar Tagen Einnahme ab. In der klassischen Literatur sind frische Milchabkochungen des Rindenpulvers in einer Dosis bis zu 6 g auf eine Tasse Milch beschrieben. Die Milch lindert die adstringierende Wirkung und macht das Präparat verträglicher vor allem für ältere Menschen. Bei Übergewichtigkeit, hohen Cholesterinwerten oder einer Milchunverträglichkeit kommt das reine Pulver oder Konzentrat in geringerer Dosierung zum Einsatz. Blutegeltherapien verringern die Gefahr von Thrombosebildung, können die Blutwerte verbessern und reduzieren die Plaquebildung. Sie werden in der Ayurveda wie auch der europäischen Naturheilkunde wieder vermehrt eingesetzt.

 

Ayurveda Ernährung:

Eine ebenso herausragend Rolle wie bei der Übergewichtigkeit spielt auch bei der Arterienverkalkung die Ernährungsweise. Während bei Übergewicht in den allermeisten Fällen eine Kapha reduzierende Ernährungsweise empfohlen werden muss, ist es bei Arteriosklerose nicht ganz so einfach. Hier muss die Ayurveda Grundkonstitution in den Diätplan miteinbezogen werden. Zum Beispiel können Menschen mit hohem Vata-Anteil in Ihrer Grundkonstitution nicht einfach auf eine anti-Kapha Ernährung umgestellt werden, weil eine solche sehr leicht ist und den erhöhten Nährstoffanforderungen von Vata nicht genügen würde. Sicher gilt für alle Typen, dass grundsätzlich nur warme, frisch gekochte Speisen und Getränke eingenommen werden sollten. Auf die „guten“ Fette von frisch gepressten pflanzlichen Ölen darf auf keinen Fall verzichtet werden. Hingegen sollen tierische Fette möglichst vermieden werden. In Fett oder Öl gebackene Speisen müssen weggelassen werden.

 

 

Lifestyle:

Reduzieren Sie das Rauchen. Ideal ist, wenn Sie ganz aufhören können. Aber erwarten Sie nicht, dass ein Monat nach dem Aufhören Ihre Beschwerden weg sind. Es kann Jahre dauern, bis der Körper mit den Rauchschäden fertig geworden ist. Eine Pancakarma Kur kann da viel schneller aufräumen und die Regeneration beschleunigen. Frischer Sauerstoff muss ins Blut und das erreichen Sie gut mit regelmäßigen Yoga Atemübungen. Überhaupt sind tägliche Yoga-Übungen ideal, weil ohne Aufwand in den eigenen vier Wänden und ohne Behinderung externer Faktoren praktiziert werden kann. Lassen Sie unbedingt Ihre Beschwerden wie Diabetes, erhöhten Cholesterinspiegel oder Bluthochdruck behandeln und kontrollieren. Unternehmen Sie jeden Tag einen halbstündigen Spaziergang in freier Natur.


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