Potenzstörungen - mit Ayurveda behandeln - Hans H. Rhyner

Potenzstörungen

 

Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit einer Potenzstörung deutlich an. Ayurveda wie auch die moderne Medizin unterscheiden zwischen Erektionsstörungen (Impotentia coeundi) und der Unfähigkeit bei normaler Erektion ein Kind zu zeugen (Impotentia generandi). Ayurveda macht eine weitere Unterteilung entsprechend den Ursachen: (1) psychologisch, (2) Störungen der Bioenergien, (3) Defizite des Fortpflanzungsgewebes (Shukra Dhatu), (4) Krankheit und Verletzungen (5) familiär bedingt und (6) Alter.

 

Ayurveda Therapie:

Bei den altersbedingten Potenzstörungen helfen intensive Rasayana (Anti-aging) Behandlungen. Das Hauptaugenmerk liegt in milden reinigen Maßnahmen, die gleichzeitig auch nährende Wirkung auf die Gewebe besitzen müssen, denn die Körperstrukturen sollten im Alter auf keinen Fall reduziert werden. Ganzkörpermassagen mit stark nährenden Ölen mit anschließenden milden Wärmebehandlungen gelten als vorbereitende Therapien. Ab dem 4. Tag werden zusätzlich zu den physikalischen Maßnahmen auch nährende Ölklistiers (Anuvasana Vasti) sowie Klistiers mit Kräuterabkochung (Niruha Vasti) durchgeführt. Nach diesen milden reinigenden und gleichzeitig nährenden Behandlungen, wird mit einer medikamentösen Therapie begonnen. Mono-Pflanzenkonzentrate aus Withania somnifera, Tribulus terrestris, Aspargus ascendens, Ipomoea digitata und Mucuna pruriens sind ausgezeichnete Mittel um die Potenz sowie die Spermazahl zu vermehren. Noch wirksamer sind herbo-mineralische Präparate wie Makardwaja mit Moschus, Vasantkusumaraka Rasayana oder Kasturibhairava Rasa. Sie sind für den Einsatz in Europa eher ungeeignet, da sie auch metallische Substanzen wie Gold, Silber und Quecksilber enthalten. In Indien erfreuen sie sich größter Beliebtheit trotz dem verständlich hohen Verkaufspreisen. In meiner Klinik in Indien habe ich diese oft aber immer mit ausdrücklichem Einverständnis des Klienten mit gutem Erfolg eingesetzt.

 

Ayurveda Ernährung:

Eine Vata-reduzierende Ernährungsweise, die von Natur aus stark nährend wirkt, zeigt zwar die beste Wirkung in Bezug auf Vermehrung von Rasa Dhatu und den anderen Körpergeweben. Aber gute, deftige Nahrung macht auch müde und schlapp. Alle Energie geht in den Verdauungsprozess und unmittelbar bleibt nichts übrig, für den sexuellen Akt. Deshalb soll diese Ernährung doch nicht allzu schwer ausfallen und unbedingt angereichert sein mit anregenden Gewürzen wie frischem Ingwer, Safran und Muskat. Saure und extrem scharfe oder stark bittere Speisen sollten unbedingt vermieden werden. Sie reduzieren das Fortpflanzungsgewebe. Industriell gefertigten Nahrungsmitteln einschließlich Konserven- und Tiefkühlprodukten fehlt die helle Kraft (Chi oder Jiva), die für eine erfüllte emotionale und körperliche Lustempfindung absolut notwendig sind.

 

Lifestyle:

In der klassischen Ayurveda Literatur wird ein Partner oder eine Partnerin, die alle Ihre Sinne ansprechen, als das vorzüglichste aller Aphrodisiaka bezeichnet. Wenn Sie Ihr Partner oder Ihre Partnerin stimuliert, dann wird diese Stimulation dafür sorgen, dass die Hormone nur so fließen. In der Regel genügt ein einzelner Reiz alleine nicht. Das berühmte Werk der Sexologie „Kamasutra“ bedeutet wörtlich „Perlenkette der Lust“, was uns zeigen soll, dass viele kleine Perlen aufgereiht auf einer Schnur zur lustvollen Erfüllung führen, nicht der große Knall!

 

 

 

 

 

 


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