Arthrose - mit Ayurveda behandeln - Hans H. Rhyner

 

(3) Arthrose (Gelenkabnutzung)

 

Wenn Gelenke durch Abnutzung geschädigt oder zerstört werden, spricht man von Arthrose. Sie ist im Gegensatz zu Rheuma eine nicht-entzündliche Gelenkerkrankung.
Im letzten Viertel des Lebens können alle Dosha Typen von dieser Erkrankung mehr oder weniger betroffen sein. Sie ist eine typische Alterskrankheit. Übergewichtige und Frauen besitzen ein höheres Risiko. Arthrose kann im Grunde an allen Gelenken auftreten, am häufigsten jedoch an Wirbelsäule, Hüft-. Knie-, Fuß- oder Handgelenken.
 
Eine langjährige Überbelastung der Gelenke durch harte körperliche Arbeit, Haltungsfehler, Verletzungen oder bei gewissen Formen auch Veranlagung kann eine Abnutzung begünstigen. Die moderne Medizin stellt sich auf den Standpunkt, dass solche Abnutzungen nicht rückgängig gemacht werden können: In schweren Fällen könne nur ein implantiertes Kunstgelenk eine Verbesserung bringen. Ansonsten werden schmerzlindernde und entzündungshemmende Arzneimittel verschrieben. 
 
Hier ist Ayurveda ganz anderer Meinung und kann das in der Praxis belegen. Gelenke, auch abgenutzte, bestehen aus organischen Substanzen, lebendigem Gewebe. Bei mittleren oder milden Fällen hat der Patient durchaus gute Chancen, dass der Gewebestoffwechsel gut anspricht und sich neues Gewebe bildet. Als Resultat von solchen Anwendungen kann z.B. ein 81-jähriger Patient von mir seit 2 Jahren wieder in den Skiurlaub fahren oder eine 79-jähirge Klienten wieder ohne Gehhilfe in der Stadt spazieren gehen. Je früher und regelmäßiger mit Gegenmaßnahmen begonnen wird, umso länger werden die Beschwerden ausbleiben. Dass dieses Konzept in die korrekte Richtung weist, zeigen die jüngsten Bemühungen der Biotechnologie. Sie will aus Klientenzellen neues Knorpelgewebe züchten und implantieren. 

 

Ayurveda Therapie:

Die einfachstmögliche ayurvedische Therapie ist eine Kombination von medikamentöser Therapie mit Weihrauch- (Boswellia serrata) oder Myrrhepräparaten (Commiphora mukul) mit einer lokalen Applikation von medizinischen Ölen (Dhanvantara Thaila oder Murivenna Keram). Nachdem die ideale Dosierung, Medikament und Öl bestimmt wurden, kann der Patient bei sich zu Hause die Therapie selbst durchführen. Diese Behandlungen werden 3 bis 12 Monate, in manchen Fällen dauerhaft beibehalten.  In regelmäßigen Abständen von 6 bis 8 Wochen kommt der Patient zu Folgekonsultationen. 
 
Nachhaltiger und schneller wirken stationäre Behandlungen von 2 oder mehreren Wochen. Dabei kommen ausleitende Therapien (Pancakarma) sowie intensive physikalische Behandlungen zum Einsatz.
Ayurveda betrachtet Arthrosen neben dem reinen Abnutzungseffekt auch als Stoffwechselerkrankung. Damit ist der primäre Stoffwechsel (Jatharagni) wie auch der Gewebestoffwechsel gemeint, insbesondere der Fett- und Knochengewebe-Stoffwechsel (Medoagni und Asthagni). Der enge Zusammenhang zwischen Fett- und Knochengewebe führt dazu, dass Medikamente, die für das Knochengewebe (schließt Knorpelgewebe mit ein) von diesem besser aufgenommen werden können, wenn sie in einem fettigen Medium verabreicht werden. (Wie in der Einleitung beschrieben, entsteht nach ayurvedischer Auffassung ein Gewebe aus dem Vorgängergewebe!) Der nächste wichtige Punkt, der sich aus diesem Zusammenhang schließen lässt, ist eine angepasste Ernährungsweise.
Ein weiterer Zusammenhang besteht zwischen Dickdarmschleimhaut und Knochengewebe. Deshalb wirken nährende Klistier (Brimhana Vasti) äußerst günstig auf die Bildung von Knorpel und Knochengewebe.

 

 

Ayurveda Ernährung:

Überwiegend steht die Arthrose im Zusammenhang mit der Bioenergie Vata und so kommt in vielen Fällen eine Vata reduzierende Ernähung zum Einsatz, d.h. warme, nährende und beruhigende Speisen. Natürliche Calcium Oxyde aus Eierschalen, Muscheln, Perlen oder Hirschhorn können als Nahrungsergänzung eingenommen werden.
Zusätzlich sollten auch genügend Milchprodukte wie heiße Milch, Hüttenkäse, Buttermilch, Quark, Sahne und Yoghurt konsumiert werden. Bei Übergewichtigkeit können die Calcium Oxyde mit einer Kapha reduzierenden Ernährung eingenommen werden. 

 

 

Ayurveda Lifestyle:

Salben Sie nicht nur die schmerzenden Gelenke sondern den ganzen Körper zweimal in der Woche mit warmem Sesamöl oder noch besser mit eine (anti-) Vata-Öl ein. Lassen Sie dieses 30 bis 60 Minuten lang gut einwirken und nehmen Sie hernach eine warme Dusche oder ein heißes Bad. Am Besten setzen Sie sich dazu auf einen Schemel im gut beheizten Badezimmer oder Sie setzen sich ganz einfach in die Badewanne. Nach dieser Prozedur sollten Sie sich ½ Std. lang gut ausruhen. 
 
Da Arthrosen aus Fehlstellungen und -belastungen entstehen, wird Ihnen auch hier regelmäßig durchgeführtes Yoga gute Dienste leisten. Stimmen Sie die Übungen auf Ihre Beschwerden ab. Die Verbindung mit den gewebestärkenden Ölbehandlungen und dem Muskel aufbauenden und dehnenden Yogahaltungen ist ideal.
 
Alle therapeutischen und präventiven Bemühungen richten sich darauf, ein schnelleres Fortschreiten zu verhindern und die Symptome zu lindern.

 


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